Margertshausen

© Verwaltungsgemeinschaft Gessertshausen

Wappen:

Gespalten von Blau und Gold, vorne ein durchgehendes goldenes Tatzenkreuz, hinten nebeneinander drei blaue Getreideähren; im Schildfuß drei 1 zu 2 gestellte rote Backsteine.
Das Wappen vereinigt ein Sinnbild aus der Ortsgeschichte mit solchen der Landwirtschaft und der ortsansässigen Ziegelei. Der Besitzer des Dorfes "Madelgershausen" = "bei den Häusern des Madelger" ging schon zu Ende des 12. Jahrhunderts vom Hospital in Augsburg an das Augustiner Chorherrenstift Hl. Kreuz in Augsburg über, bei dem die Grundherrschaft bis zur Säkularisation i.J. 1803 verblieb.

Die durch 700 Jahre dauernde enge Verbindung des Stifts mit der Entwicklung der Gemeinde war dafür maßgebend, daß das Stiftswappen: das goldene Tatzenkreuz in Blau im Gemeindewappen Aufnahme fand. Weil aber andere Gemeinden im Landkreis Augsburg ebenfalls zum ausgedehnten Grundbesitz des Srifts gehörten und darum auch das Stiftswappen führen, mußte zur Vermeidung von Verwechslungen dem Hoheitszeichen von Margertshausen ein weiteres Symbol beigefügt werden. Auf ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde wurden deshalb die Sinnbilder der Landwirtschaft und des Ziegeleibetriebs in das Gemeindewappen eingefügt.

Am rechten Ufer der Schmutter, 15 km südwestlich von Augsburg, liegt die ehemalige Gemeinde Margertshausen. Bereits im zehnten Jahrhundert hat sich dort eine Siedlung befunden, der Ort selbst dürfte jedoch schon im achten oder neunten Jahrhundert entstanden sein. Erstmals wird um 1140 „Madelgershausen” urkundlich erwähnt. Margertshausen gehörte dem vom Bischof Ulrich zu Augsburg errichteten Spital an und ging im 12. Jahrhundert an das Augustiner-Chorherrenstift Hl. Kreuz über, das die Grundherrschaft bis zur Säkularisation ausübte.