Döpshofen

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Wappen:
In blau ein durchgehendes goldenes Tatzenkreuz, in dessen Winkeln je eine silberne heraldische Rose mit goldenen Butzen und Kelchblättern.
Das Augustiner Chorherrenstift Hl. Kreuz in Augsburg kaufte im Jahre 1241 in „Tebeshoven” ein Besitztum an. Im Jahre 1364 machte Bischof Sibito von Augsburg das bischöfliche Lehen in Tebeshofen dem Chorherrenstift zu eigen, das in der Folgezeit seinen dortigen Besitz so stark erweitern konnte, daß es schließlich bis zur Säkularisation im Alleinbesitz von Döpshofen war.

Die lange Zeit der Verbundenheit zwischen Kloster und Gemeinde fand einen Niederschlag, als Johann Schaal (Schall), von 1605 bis 1636 Propst von Heilig Kreuz, im Jahre 1630 der Pfarrkirche in Döpshofen eine wappengeschmückte Glocke schenkte.
Dieses Wappen ist geviert; Platz 1 und 4: in Blau ein goldenes Tatzenkreuz (das Klosterwappen von Hl. Kreuz), Platz 2 und 3: in Rot drei 2 zu 1 gestellte silberne heraldische Rosen (das persönliche Wappen des Propstes Schaal).
Beide Symbole fanden in vereinfachter Form Aufnahme im Gemeindewappen von Döpshofen.

Das im landschaftlich reizvollen Schwarzachtal gelegene Pfarrdorf ist vermutlich im 11. Jahrhundert als Rodesiedlung entstanden, erstmals wird der Ort urkundlich 1150 als Tatehauen und dann 1241 als Tebeshausen erwähnt.
Das Augustiner-Chorherrenstift Hl. Kreuz zu Augsburg erwarb sich im Laufe der Zeit die gesamte Ortschaft samt der Rechte an der Pfarrkirche und übte die Grundherrschaft dort bis zur Säkularisation aus.
In der Einöde Weiherhof, früher Oberhofen, befand sich der Überlieferung nach der ursprüngliche Sitz des 1211 talabwärts gegründeten Oberschönenfelder Frauenklosters. 1480 ließ das Kloster hier einen Fischweiher anlegen, der später eingetrocknet ist.
Mitten im Walde, östlich von Döpshofen, erinnert die Scheppacher Kapelle an den einst hier gelegenen Weiler den Scheppacher-Hof. Das Kloster Oberschönenfeld hatte 1601 hier eine Kapelle mit einem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Muttergottesbild errichten lassen, die Kapelle wurde später wiederholt geplündert und 1864 in kleinerem Umfang erneuert. Die Scheppacher Kapelle ist weit über die Landesgrenzen hinaus als Marienwallfahrtsort bekannt.