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Verwaltungsgemeinschaft Gessertshausen  |  E-Mail: info@gessertshausen.de  |  Online: http://www.vg-gessertshausen.de

AK Umwelt, Energie, Natur - Zwischenergebnisse 12.4.

Die Natur garantiert den Erhalt der Lebensqualität
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Informativ und kurzweilig - die Plakate des Arbeitkreises Umwelt, Energie, Natur

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Erneuerbare Energien

Grundsatz zum Energieverbrauch
Energieeinsparung und die möglichst effiziente Nutzung von Energie stehen an erster Stelle. Es sind die Grundlagen eines verantwortungsvollen Umgangs und ihnen wird ein hoher Stellenwert zugeschrieben.


Die genutzte Energie sollte aus erneuerbarer Energien gewonnen werden und das sollte grundsätzlich ökologisch verantwortungsvoll geschehen.


Biogas
Im Gemeindegebiet gibt es mehrere Biogasanlagen. Bisher wurden sie hauptsächlich mit Mais betrieben.

Folgen

  • Außerordentlich großer Flächenverbrauch
  • Umnutzung von Grünland in Ackerland
  • Starke Beanspruchung des Bodens
  • Monokultur
  • Verteuerung von Pachtflächen


Deshalb sollten große Biogasanlagen nicht mehr unterstützt werden. Die entstehende Abwärme sollte für Trocknung und Heizzwecke genutzt werden.
Kleine Anlagen, in denen Gülle und Rasenschnitt genutzt wird sind weiterhin zu unterstützen.

Wärmeenergie
Ziel

  • Reduzierung des Energiebedarfs
  • Vernünftige Dämmung
  • Austausch alter Fenster


Allerdings muss man Maßnahmen langfristig sehen. Die hohen Kosten rechnen sich oft nicht. Unbedingt achten sollte man auf die Dämmmaterialien - diese sind häufig brandgefährlich.

Einsparung ist möglich durch Kraft-Wärme-Kopplung in einem Heizkraftwerk und durch stromsparende Geräte. Beim Neukauf kann man auf Energieeffizienz achten.

LEW, Stadtwerken oder eigene günstige Strommessgeräte spüren Stromfresser auf. Eine sinnvolle Möglichkeit zum Sparen könnte die Beratung durch eine Energieagentur sein.
Der Arbeitskreis wird Informationen zusammenstellen, die jedem Bürger Optimierung und Einsparung bringen kann und z. B. Geräte auflisten, die viel Strom verbrauchen.

Über die Energieberatung der Gemeinde werden Fachleute vermittelt, die Schwachstellen im Haus z. B. durch Wärmebilder aufspüren.
Dazu wird momentan von der Gemeinde ein Zuschuss von 25,- € gewährt.
Energie durch Öl oder Gas wird immer teurer.
Holz bzw. Pellets sind als Energieträger wichtig, können aber fossile Energieträger nicht komplett ersetzen, weil der Rohstoff begrenzt ist.

Wasserkraft
An der Schmutter gibt es drei Wasserkraftanlagen.

 

Windenergie
Grundsätzlich sind Windkraftanlagen zu befürworten.

Gründe, die in unserer Gemeinde dagegen sprechen:

  • Kein geeigneter Standort im Naturpark
  • Bebauung zu nahe
  • Nicht ausreichend Wind
  • Windräder nur in Windparks sinnvoll


Ein einziges Windrad zusätzlich zu den anderen Erneuerbaren Energien-Anlagen im Gemeindegebiet würde ausreichen, um 100% Anteil an regenerativer Energie in Gessertshausen zu erreichen.
Bei einem Windpark wäre eine Bürgerbeteiligung wünschenswert - keine Konzerne.

Photovoltaik
Derzeit rechnen sich Anlagen nach ca. 10 Jahren:

  • Gekürzte Förderungen
  • Fehlenden Speichermöglichkeiten


Die nächsten Jahre sind große Fortschritte zu erwarten, sodass sie in absehbarer Zeit noch interessanter werden. Anreiz für Photovoltaikanlagen sollte der Eigenverbrauch sein.
Freiflächenanlagen sollten wegen des zu großen Landverbrauchs und der visuellen Beeinträchtigung nicht unterstützt werden.
Private oder auch gewerbliche Dachanlagen sind zu befürworten. Dies sollte bereits bei der Ausrichtung eines Neubaus mit berücksichtigt werden.

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Aufstellung eines Kommunalen Energienutzungsplans

  • Analyse der Potentiale in der Gemeinde
  • Koordinierung und aufeinander abstimmen von bereits genannten Maßnahmenideen (wie Abwärmenutzung von Biogasanlagen, Energieeinsparpotential an kommunalen Liegenschaften, Aufbau von Wärmenetzen sinnvoll?
  • und dieses entsprechend umsetzen!


Die komplexen Zusammenhänge verdeutlichen den Bedarf zur Aufstellung eines Energienutzungsplanes. Dabei wird zum einen betrachtet wie die öffentlichen kommunalen Liegenschaften möglichst optimal mit erneuerbaren Energien beheizt werden können.

 

Bereits in Angriff genommen hatte die Gemeinde im Jahr 2011 die energetische Sanierung der Grundschule. Dabei wurden unter anderem die Fenster ausgetauscht und die Fassaden neu gedämmt.

 

Zudem wird in einem Energienutzungsplan erörtert, ob der Bau von Wärmenetze sinnvoll sein könnte und welche Energiequelle dabei gemäß den örtlichen Gegebenheiten am Besten herangezogen werden sollten. Dazu wird analysiert, welche Potentiale die Landschaft vor Ort bietet, wie die bisherige Infrastruktur in der Kommune aufgebaut ist und welche Energiequellen für die verschiedenen Teilbereiche mit einheitlichen Gebäudestrukturen am Effizientesten ist.

 

 

Trinkwasserversorung

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Wasser ist ein wertvolles Gut und es sollte achtsam damit umgegangen werden. Unnötiger Wasserverbrauch sollte vermieden werden.

Das Trinkwasserversorgungsnetz der Gemeinde ist überaltert und stark sanierungsbedürftig. In den nächsten Jahren kommen Investitionen in Höhe von ca. € 1,5 Millionen für die Sanierung der einzelnen Wasserspeicher und des Rohrleitungsnetzes auf die Gemeinde zu.

 

Über geplante Baumaßnahmen sollte der Bürger informiert werden, da diese Investitionen direkt auf den Wasserpreis umgelegt werden und so jeder Bürger davon betroffen ist.

Die Ergebnisse regelmäßiger Wasseruntersuchungen könnten im “Über den Zaun” und auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht werden.

 

Hochwasserschutz

 

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Gessertshausen wird immer wieder von Überschwemmungen bedroht. Die größte Hoch-wassergefahr für Wollishausen, Dietkirch und Deubach kommt von der Schmutter. Deshalb ist es notwendig kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören kleinere Vorhaben, die in die Landschaft integriert werden können.

  • Dezentraler Hochwasserschutz
  • Rückhalt auf der Fläche
  • Gräben abflachen
  • Ökologischer Ausbau der Schwarzach
  • Uferabflachung der Schwarzach
  • Einbeziehen ehemaliger Kloster-Weiher
  • Beseitigung von Engstellen


Schon mehrere kleinere Maßnahmen könnten u. U. das Zünglein an der Waage sein und dabei helfen das schlimmste Hochwasser im Ort abzuwenden.

 

Hochwasserrückhaltebecken
Geplant ist ein 3-Becken-System: ca. 1,1 Mio m3:

Waldberg, Weiherhof und Gessertshausen

 

Waldberg hat nach heftigen Protesten erreicht, dass sein Becken verkleinert wird. Auch am Weiherhof versucht man ein kleineres Becken als geplant zu bauen. In Gessertshausen ist es wegen des Einstaus bis zum Kloster nicht möglich mehr als 310.000 m3 zurückzuhalten. Alle 3 Becken werden etwa gleich groß. Die restliche Menge wird durch begleitende, kleinere Maßnahmen zurückgehalten.
Aus landesplanerischer Sicht betrachtet man das Rückhaltebecken eher mit Skepsis.

  • Massive Eingriffe in die Natur
  • Abriegelung des Schwarzachtals
  • 6 m hoher und 190 m langer Damm
  • mit riesigem Bauwerk für Durchlass
  • Visuelle Veränderung des Schwarzachtals
  • Änderung des Grundwasserspiegels
  • Änderung des Artenspektrums oberhalb und
  • unterhalb des Damms bis in das Schmuttertal
  • Habitatverluste, Biotopflächenverluste
  • Verlegung des Wanderwegs zum Kloster (außen um den Damm, bergauf in den Wald)
  • Kosten ca. € 1,98 Millionen (+ Folgekosten für Wartung, Bedienung, ...)


Bevor ein Projekt in diesem Ausmaß umgesetzt werden soll, müssen die Größe und die Notwendigkeit genau geprüft und alle Alternativen ins Auge gefasst werden.

 

Naturschutz, Arten und Biotope

 

Schmutter
Die Schmutteraue zwischen Fischach und Täftertingen bildet einen der ökologisch wertvollsten Auenbereiche in Schwaben und hat darüber hinaus überregionale bis landesweite Bedeutung.
Der Flußlauf ist weitgehend unverbaut, die Aue weist einen sehr hohen, durchgehenden Grünlandanteil auf und wird noch regelmäßig überschwemmt.

Biodiversitätsprojekt
Das FFH-Gebiet von Fischach bis zur Autobahn hat eine Fläche von ca. 900 ha, das Biodiversitätsprojekt 163 ha. Es läuft von Januar 2011 bis Dezember 2013.

Aktuell gibt es zahlreiche regional und landesweit bedeutsame Flächen im Gemeindegebiet

  • Flora-Fauna-Habitatsflächen (FFH-Gebiet) nach den europäischen Richtlinien des gesamten Schmuttertales
  • FFH-Gebiet im Weiherhof und Klosterinnenhof Oberschönenfeld
  • Biodiversitätsprojekt

 

Ideen
Die FFH-Gebiete durch das Biodiversitätsprojekt mit staatlicher Hilfe fördern und weiter unterstützen.

Natur- und Artenschutzpotential in öffentlichen, und wenn möglich, in privaten Grünflächen innerorts und außerorts fördern:

  • Alle Grünstreifen zwischen Straße und Flur-/Radweg als blüten- und artenreiche Wiesen entwickeln

 

  • Verzicht auf Düngemittel und Pflanzenschutz, Schnitthäufigkeit reduzieren

 

  • Kommunale Dächer und Fassaden begrünen

 

  • Nisthilfen und Winterquartiere einrichten

 

  • Der starken Ausdehnung von Neophyten entgegen treten, durch gemeinsame Aktionstage (z.B. das Entfernen von indischem Springkraut an den Flussläufen)
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    Wald und Naturpark Westliche Wälder

     

    Der Erhalt der Funktionen unseres Waldes ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und wichtig für den Erholungswert.

    Die Bewirtschaftung des Gemeindewalds sollte auch unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtpunkte erfolgen.

    Die Funktionen des Waldes werden in 5 Hauptpunkte unterteilt:
    • Rohstofffunktion
    • Wirtschaftsfaktor
    • Lebensraum
    • Lebensgrundlage
    • Erholungsfunktion
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    Umwelt_18 Rohstofffunktion

    Unsere Wälder sind durch eine nachhaltige Bewirtschaftung geprägt.
    Auf leistungsfähigen Standorten besteht in der Gemeinde bei rund 2.000 ha Wald (= 53% der Gemeindefläche) ein Nutzungspotential von rund 20.000 m3.
    Umwelt_19 Wirtschaftsfaktor

    Unser Wald ist ein ganz wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Wir sind kein Industriestandort.
    In Bayern und Europa ist der Wald nirgendwo so produktiv wie hier. Dies spricht für den Erhalt.
    Umwelt_20 Lebensraum

    Der Wald und Naturpark Westliche Wälder bietet vielerlei Tier- und Pflanzenarten durch seine große Ausdehnung und “Abgeschiedenheit” Rückzugsmöglichkeiten und Lebensräume. Eingriffe wären nachteilig für die dort
    lebenden Tiere und Pflanzen.
    Umwelt_22 Lebensgrundlage

    Ausgedehnte Waldgebiete gehen in Deutschland immer weiter zurück.
    Da sie für sauberes Trinkwasser und für den Frischlufthaushalt besonders wichtig sind müssen sie erhalten werden. In unserer Region haben wir ein exzellente Wasserqualität.
    Im Hochwasserschutz spielt der Wald eine bedeutende Rolle. Der Boden und die Bäume können schnell viel Wasser aufnehmen und es wird langsam wieder abgegeben - unter anderem verdunstet der Wald auch viel Wasser über die Nadeln der Bäume.
    Umwelt:23 Erholungsfunktion

    Frische Luft, Ruhe und Bewegungsmöglichkeiten in schöner Natur sind wichtige Faktoren für die Lebensqualität und für die Attraktivität einer Region als Ausflugs- und Erholungsgebiet.
    Dies bietet in besonderem Maße Gessertshausen mit seinem Umland.

    Wald - schon immer ein Ort der Ruhe und Erholung.

    Ob allein oder in der Gruppe, zu Fuß oder mit dem Fahrrad

     

    - der Naturpark "Westliche Wälder" bietet viele Erholungsmöglichkeiten.

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    Schulgarten - Dorfpark

    Geschichte
    Der Schulgarten wurde 1999 angelegt, weil ein großer Teil des Pausenhofs durch den Bau der Schwarzachhalle verloren ging.
    Es sollte etwas Außergewöhnliches für die Schüler und die Gemeinde geschaffen werden.

    Ideen zur Anlage Schulgarten
    • Nutzer wirken bei Planung, Bau und Pflege mit
    • Natur-Erlebnis-Raum Vorbild: Berg + Tal, Wald + Wiese, Bach + Teich
    • Pausenhof + Dorfpark
    • Bewegungsmöglichkeiten, Spielflächen
    • Ort der Ruhe und Entspannung


    Nutzung und Veranstaltungen
    Seit Beginn erfreut sich der Schulgarten großer Beliebtheit und ist über die Gemeinde hinaus bekannt. Er ist den Schülern und Bürgern vorbehalten und soll ein Treffpunkt und Ruhepol sein.

    Kinder

    • Säen, pflanzen, ernten
    • Beobachten, erforschen
    • Klettern, spielen, bauen


    Bürger

    • Treffpunkt
    • Ruhe und Entspannung


    Naturführungen

    • Seltene Pflanzen, Kräuter

     

    Veranstaltungen

    • Sommerkonzert
    • Gottesdienst
    • Lesestunde

    Pflege und Erhalt
    Die Pflege wurde hauptsächlich von Schülern, Lehrern und Eltern, sowie dem Bauhof übernommen. Schließlich wurde ein erweitertes Konzept nötig. Dazu gründete man den Freundeskreis Schulgarten - Dorfpark zur Entlastung und Unterstützung.

    Aktionstage
    • Sicherung der Grundpflege
    • Aktionen mit Bürgerbeteiligung


    Zukunft als Schulgarten + Dorfpark

    • Erhalt als Naturerlebnisraum
    • Verbesserung Pflegesituation
    • Verstärkte Nutzung als Dorfpark
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    Recycling und Abfallvermeidung

    Grundsatz

     

    • Abfallvermeidung vor Abfallverwertung und vor Abfallbeseitigung


    Jeder Einzelne kann ganz einfach etwas für die Umwelt und damit auch für sich und seine Familie tun:

    • Abfallarm einkaufen
    • Reparieren statt wegwerfen
    • Weiterverkaufen
    • Verschenken
    • Spenden für gemeinnützige Zwecke
    • Recycling


    Mit Beachtung dieser wenigen Punkten wird viel Abfall vermieden und man trägt dazu bei Resourcen zu schonen. Durch Recycling können wertvolle Rohstoffe wieder dem Produktionsprozess zugeführt werden.

     

     

    Neu ab April 2013

    Gebrauchtwarenmarkt in Dietkirch

     

    Annahme:

    gut erhaltener, sauberer Gegenstände
    (Flohmarktartikel, Geschirr, Bücher, Spielzeug, Hausrat, Kleinmöbel)

     

    Wo?

    ... in den Garagen beim Pfarrhof Dietkirch

     

    Wann?

    ... jeden 1.+3. Samstag im Monat, 9-11 Uhr

     


    Adressen von Sammelstellen, Containern findet man im "Über den Zaun", auf der Gemeinde-Hompage und auf dem Schwarzen Brett im Wertstoffhof.

     

     

     

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