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AK Bauen und Wohnen - Zwischenbericht

AK BW Dietkirch Inschrift
Wie viele Bauvorschriften dürfen oder müssen sein? Der Arbeitskreis Bauen – Wohnen – Innenentwicklung rollt eine scheinbar uralte Frage neu auf. (Historische Inschrifttafel, Dietkirch)

Den Blick bewusst auf Wohlbekanntes lenken

 

Erste Arbeitsphase des Arbeitskreises Bauen - Wohnen - Innenentwicklung abgeschlossen

 

Immer wieder fahren oder laufen wir durch Deubach, Döpshofen, Gessertshausen, Margertshausen, Weiherhof und Wollishausen. Die Orte scheinen uns wohlbekannt zu sein - das Haus der befreundeten Familie, der praktische Fußweg zum Bäcker, die Wiese mitten im Ort, der alte Bahnhof, der Baum an der Kreuzung. Meist können wir spontan sagen, wo es uns gefällt. Doch was macht den Charme eines Straßenzuges, eines Platzes oder eines Hauses aus? Wie kann Schönes mit Zweckmäßigem kombiniert werden? Vor allem: Was kann die Gemeinde tun, um positiv zu unterstützen und zu fördern?

 

Erste Arbeitsphase abgeschlossen

Um diese Fragen zu beantworten, haben die Frauen und Männer des Arbeitskreises in ihrer ersten Arbeitsphase eine Bestandsaufnahme gemacht. Der Reihe nach haben sie sich in je ein bis zwei Treffen intensiv den einzelnen Ortsteilen und ihren Besonderheiten gewidmet. Basis waren Spaziergänge durch die Orte sowie zahlreiche Fotos, die von den Mitgliedern der Gruppe aufgenommen wurden. „Die Fotoserien haben uns geholfen, unseren gewohnten Alltagsblick abzulegen und Plätze und Häuser bewusst auf uns wirken zu lassen", so Gerhard Klug, Sprecher des Arbeitskreises. Die Ergebnisse der Diskussionen wurden in Lageplänen und Protokollen festgehalten.

 

Was dem Arbeitskreis aufgefallen ist - einige Kostproben*

Im Folgenden ein Querschnitt der Beobachtungen und Fragestellungen. Insgesamt wurden über 500 Aufnahmen bearbeitet:

 

Deubach Ortsdurchfahrt Gessertshausen Ortsdurchfahrt
Deubach Gessertshausen

 

Eine regelmäßige Abfolge von gleichartigen Hausgiebeln bringt Ruhe und Beständigkeit in einen Straßenzug (Deubach und Gessertshausen).

 

Pfarrhof Döpshofen Gasthof Adler
Pfarrhof Döpshofen Gasthof Adler

 

Der Pfarrhof in Döpshofen aus dem Jahre 1696 steht im Moment leer und sucht einen neuen Besitzer. Kann die alte Bausubstanz erhalten werden?

Der Gasthof „Zum Adler" in Wollishausen wurde vor einigen Jahren renoviert. Das Motto lautete: So viel historische Bausubstanz und Optik erhalten wie möglich, so viel erneuern wie nötig.

 

 

 

Energieoptimiertes Haus in Margertshausen Ersatzbau in Gessertshausen
Energieoptimiertes Haus in Margertshausen Ersatzbau in Gessertshausen

 

Zwei völlig unterschiedliche Neubauten: ein modernes, energieoptimiertes Haus mit regional passender Gestaltung (Margertshausen) und ein neuer Ersatzbau in „alter" Größe und Gestaltung (Gessertshausen)

 

Grossansicht in neuem Fenster: Dorfansicht Margertshausen Grossansicht in neuem Fenster: Ortsansicht Gessertshausen
Ortsansicht Margertshausen Ortsansicht Gessertshausen

 

 

Was macht eine Dorfansicht schön? (Margertshausen bzw. Gessertshausen)

 

Ortsansicht Gessertshausen innerorts

 

Der Blick auf die Leonhardskapelle in Gessertshausen zeigt zwei Themenfelder des Arbeitskreises: Wo können Baulücken geschlossen werden? Inwieweit brauchen Denkmäler und einzigartige Gebäude ein besonderes Umfeld?

 

 

Die nächsten Schritte

In der kommenden Arbeitsphase werden die Beobachtungen ausgewertet. In diesem Zusammenhang wird sich der Arbeitskreis auch genauer mit den bestehenden Bebauungsplänen beschäftigen: Sind in diesen zu viele oder zu wenig Regelungen enthalten? Sind die einzelnen Regelungen passend oder sind sie änderungsbedürftig? Können einzelne Regelungen sogar aufgehoben werden?

 

Ziel: Landschafts- und ortsgerechtes Bauen

In einem weiteren Schritt werden u. a. für die Gemeinde bzw. den Gemeinderat Empfehlungen und Vorschläge für die weitere Bauleitplanung erarbeitet. Diese soll Bauherrn künftig helfen, ihre Bauvorhaben im Spannungsfeld von Regionalität, Zweckmäßigkeit, Materialvielfalt und Energieoptimierung zu verwirklichen. Wichtig ist es dem Arbeitskreis aber auch, dass Bauwillige nicht nur Regelungen und Vorgaben vorfinden. Ihnen sollen vielmehr auch Informations- und Beratungsangebote rund um „richtiges" Bauen zur Verfügung gestellt werden. (edf)

 

(*Quelle sämtlicher Fotos: Arbeitskreis Bauen - Wohnen - Innenentwicklung)

 

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